Perkolator

Der Perkolator ist eine der ältesten mechanischen Kaffeezubereitungsmethoden und war bis in die 1970er-Jahre die dominierende Brühform in nordamerikanischen Haushalten. Das Prinzip: Wasser wird in der unteren Kammer erhitzt, steigt durch ein zentrales Steigrohr auf und rieselt oben über einen Korb mit grobem Kaffeemehl. Das gebrühte Wasser fließt zurück in die Kammer und durchläuft den Zyklus wiederholt. Es gibt Herd-Perkolatoren und elektrische Modelle mit automatischem Stopp. Das Ergebnis ist ein kräftiger, vollmundiger Kaffee, der allerdings bei zu langer Zyklisierung bitter werden kann. Heute ist der Perkolator besonders für Camping, Outdoor und größere Gesellschaften beliebt, weil er ohne Strom (Herdmodell) und für große Mengen funktioniert.

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Brühzeit
5–10 min
Mahlgrad
grob
Wassertemperatur
92–96 °C (selbstregulierend)
Kaffeemenge
55–65 g/l
Wassermenge
500–1500 ml
Schwierigkeit
einfach

Mögliche Kaffeegetränke für die Zubereitungsmethode Perkolator:

Häufige Fragen

Wird Perkolator-Kaffee nicht bitter?
Bei zu langer Brühzeit ja, weil das Wasser wiederholt durch den Kaffee läuft. Sobald der Kaffee die gewünschte Farbe und Stärke erreicht hat (ca. 7–8 Minuten), sollte man den Perkolator vom Herd nehmen. Grober Mahlgrad hilft ebenfalls, Überextraktion zu vermeiden.
Ist ein Perkolator dasselbe wie ein Espressokocher?
Nein. Der Espressokocher (Mokkakanne) drückt Wasser einmal mit Dampfdruck durch den Kaffee. Der Perkolator zirkuliert das Wasser wiederholt durch das Kaffeemehl. Das Ergebnis ist unterschiedlich: der Espressokocher liefert konzentrierteren Kaffee, der Perkolator eher große Mengen Brühkaffee.
Eignet sich der Perkolator für Camping?
Perfekt. Herd-Perkolatoren funktionieren auf jeder Hitzequelle (Gaskocher, Lagerfeuer), brauchen keinen Strom und brühen schnell große Mengen. Deshalb sind sie der Klassiker für Outdoor-Kaffee.
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