Cloud Coffee: Der schaumige TikTok-Trend 2025
Cloud Coffee war 2025 der Nachfolger von Dalgona: luftig aufgeschlagener Kaffee-Schaum auf Kokoswasser oder Milch. Rezept, Varianten und Hintergrund.
Dalgona 2.0: Leichter, kälter, sommerlicher
Erinnerst du dich an Dalgona-Kaffee? Das Pandemie-Phänomen von 2020, bei dem Millionen Menschen Instantkaffee, Zucker und heißes Wasser zu einem cremigen Schaum aufschlugen und auf Milch setzten? 2025 kam der spirituelle Nachfolger – und er heißt Cloud Coffee.
Das Prinzip ist ähnlich, die Ausführung anders: Statt auf warmer Milch sitzt der Schaum auf eiskaltem Kokoswasser, Fruchtsäften oder pflanzlicher Milch. Das Ergebnis ist luftiger, leichter und deutlich erfrischender als das Original.
Was Cloud Coffee ausmacht
Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Schaumhaube sieht aus wie eine Wolke, die über dem Getränk schwebt. Im Gegensatz zu Dalgona, wo der Schaum dicht und fudge-artig war, ist Cloud Coffee:
- Luftiger: Weniger Zucker, mehr Luft, lockere Konsistenz
- Kälter: Immer auf Eis serviert
- Vielseitiger: Die Basis variiert (Kokoswasser, Tonic, Milch, Saft)
- Weniger süß: Viele Rezepte verwenden weniger oder keinen Zucker
Das Grundrezept
Für den Cloud-Schaum
- 2 EL Instantkaffee (oder 1 Shot abgekühlter Espresso)
- 1 EL Zucker (oder Erythrit/Xylit für zuckerfreie Variante)
- 2 EL kaltes Wasser
- Optional: 1 Eiweiß für Extra-Volumen
Für die Basis
- 250 ml Kokoswasser, kalte Milch oder pflanzliche Alternative
- Eiswürfel
- Optional: Fruchtsirup, Matcha-Pulver
Zubereitung
- Schaum schlagen: Instantkaffee, Zucker und Wasser mit dem Handrührer oder Milchaufschäumer 3–5 Minuten schlagen, bis steife Spitzen entstehen.
- Basis vorbereiten: Glas mit Eiswürfeln füllen, Kokoswasser oder Milch eingießen.
- Wolke aufsetzen: Schaum vorsichtig auf die Basis löffeln.
- Servieren: Unverrührt servieren – erst trinken, dann mischen.
Pro-Tipp: Für besonders stabilen Schaum einen Tropfen Zitronensaft oder eine Prise Salz zum Instantkaffee geben.
Warum Instantkaffee?
Die häufigste Frage: Kann man Cloud Coffee auch mit frischem Espresso machen?
Ja – aber es ist schwieriger. Instantkaffee lässt sich zu stabilem Schaum schlagen, weil er bereits dehydriert ist und beim Rehydrieren Luft einschließt. Frischer Espresso braucht eine zusätzliche Zutat als Stabilisator:
| Methode | Stabilität | Geschmack |
|---|---|---|
| Instantkaffee + Zucker | ⭐⭐⭐ | Gut, leicht bitter |
| Espresso + Eiweiß | ⭐⭐⭐ | Exzellent, nussig |
| Espresso + Xanthan (Prise) | ⭐⭐ | Sehr gut |
| Espresso pur aufgeschlagen | ⭐ | Zerfällt schnell |
Für Puristen: Ein doppelter Espresso mit einem Eiweiß im Shaker kräftig geschüttelt ergibt einen hervorragenden Cloud-Schaum – ähnlich wie bei einem Espresso Martini ohne Alkohol.
Die besten Basis-Kombinationen
Cloud Coffee auf Kokoswasser
Die beliebteste Variante 2025. Der Kokoswasser-Americano trifft auf Dalgona-Schaum – zwei Trends in einem Glas. Das Kokoswasser bringt Süße mit, der Schaum Cremigkeit.
Cloud Coffee auf Tonic Water
Für alle, die Espresso Tonic mögen: Tonic Water mit Eis, darauf die Kaffeewolke. Die Kohlensäure löst den Schaum langsam auf – ein sich veränderndes Trinkerlebnis.
Matcha Cloud
Statt Kaffee-Schaum: Matcha-Pulver mit einer Prise Zucker und kaltem Wasser aufschlagen. Auf Hafermilch setzen. Grün auf Weiß – Instagram-Gold.
Berry Cloud
Gefrorene Beeren + Milch als Basis blenden. Kaffee-Schaum obendrauf. Säure der Beeren + Bitterkeit des Kaffees = überraschend harmonisch.
Cloud Coffee vs. Dalgona: Die Unterschiede
| Dalgona (2020) | Cloud Coffee (2025) | |
|---|---|---|
| Temperatur | Warm oder kalt | Immer kalt |
| Basis | Milch | Kokoswasser, Saft, Tonic |
| Schaum | Dicht, fudge-artig | Luftig, wolkig |
| Zucker | Viel (1:1:1 Ratio) | Wenig bis keiner |
| Aufwand | 10+ Min. Hand-Schlagen | 3–5 Min. mit Milchaufschäumer |
| Saison | Ganzjährig | Sommer-Drink |
Equipment-Tipps
Cloud Coffee gelingt am besten mit:
- Elektrischer Milchaufschäumer (Stab): Günstig, schnell, effektiv. Die meisten Varianten kosten unter 15 €.
- Handrührer: Klassisch, etwas mehr Aufwand, aber stabiler Schaum.
- French Press: Ja, wirklich! Kaffee-Mischung einfüllen, Stempel 2–3 Minuten schnell pumpen. Ergibt überraschend guten Schaum.
- Cocktail-Shaker: Für die Espresso+Eiweiß-Variante ideal. Kräftig 30 Sekunden schütteln (Dry Shake ohne Eis).
Nicht geeignet: Löffel. Das dauert (wie bei Dalgona) 15+ Minuten und der Arm stirbt ab.
Nährwerte im Vergleich
| Variante | Kalorien | Zucker |
|---|---|---|
| Cloud Coffee auf Kokoswasser | 50–80 kcal | 6–10 g |
| Cloud Coffee auf Milch | 80–120 kcal | 8–12 g |
| Klassischer Dalgona | 150–200 kcal | 20–25 g |
| Iced Latte (Hafermilch) | 90–130 kcal | 5–8 g |
Cloud Coffee ist damit deutlich kalorienärmer als sein Vorgänger – vor allem, wenn du Kokoswasser als Basis und wenig Zucker im Schaum verwendest.
Warum der Trend 2025 viral ging
Visuelle Wirkung
Eine weiße Wolke auf dunklem Getränk – das Bild funktioniert auf Social Media sofort. Kein Styling nötig, kein Barista-Equipment, trotzdem sieht es aus wie aus einem Specialty-Café.
Niedrige Eintrittshürde
Instantkaffee + Zucker + Wasser + ein Aufschäumer. Die meisten haben alles bereits zuhause. Im Gegensatz zu Trends wie dem Aerocano braucht man keine Espressomaschine.
Anpassbarkeit
Die offene Basis (Kokoswasser, Milch, Saft, Tonic) macht Cloud Coffee zum Baukasten-Getränk. Jeder kann seine eigene Version kreieren – und genau das macht TikTok-Content aus.
Wird Cloud Coffee bleiben?
Ehrlich? Wahrscheinlich nicht als Mainstream-Trend. Wie Dalgona wird Cloud Coffee ein Sommer-Phänomen bleiben, das jährlich in warmen Monaten zurückkehrt. Der Aufwand (Schaum schlagen) ist für den Alltag zu hoch – für ein Wochenend-Ritual oder eine Sommer-Party aber perfekt.
Was bleibt: Die Idee, Kaffee-Schaum auf nicht-milchigen Basen zu servieren. Das hat die Menükarten vieler Cafés nachhaltig beeinflusst.
Fazit: Schöner Sommer-Spaß
Cloud Coffee ist kein revolutionäres Getränk – aber ein verdammt fotogenes und leckeres. Für heiße Sommertage, bei denen dir ein normaler Iced Latte zu langweilig ist, ist die Kaffeewolke ein willkommenes Upgrade. Und im Gegensatz zu vielen TikTok-Trends schmeckt es tatsächlich gut – nicht nur vor der Kamera.