Wie finde ich den perfekten Mahlgrad?

Wie finde ich den perfekten Mahlgrad?

Mahlen & Dosieren 5 Min Lesezeit

Der Mahlgrad entscheidet, ob dein Kaffee sauer, ausgewogen oder bitter schmeckt. So findest du in wenigen Schritten die richtige Einstellung.

Warum der Mahlgrad so wichtig ist

Der Mahlgrad bestimmt, wie schnell Wasser durch das Kaffeemehl läuft. Je feiner gemahlen, desto größer ist die Oberfläche – und desto mehr Aromen, Säuren und Bitterstoffe werden gelöst. Stimmt der Mahlgrad nicht, hilft auch die teuerste Maschine nicht.

Mahlgrad nach Zubereitungsmethode

  • Espresso (Siebträger): sehr fein, fast puderartig. Ein Shot mit 18 g sollte in 25–30 Sekunden rund 36 g Espresso ergeben.
  • Moka- und Espressokocher: mittelfein, etwas gröber als Espresso.
  • Filterkaffee (Handfilter, V60, Chemex): mittel, vergleichbar mit grobem Sand.
  • French Press: grob, deutlich sichtbare Krumen.
  • Cold Brew: sehr grob, fast schrotartig.

So gehst du vor

  1. Eine Variable ändern: halte Bohnenmenge, Wassermenge und Brühzeit konstant. Verändere nur den Mahlgrad.
  2. Verkostung: schmeckt der Kaffee zu sauer und dünn, ist er unter-extrahiert – feiner mahlen. Schmeckt er bitter und trocken, ist er über-extrahiert – gröber mahlen.
  3. Zwei bis drei Stufen auf einmal anpassen, dann wieder feiner justieren.

Was du brauchst

Ohne Kaffeemühle mit konstantem Mahlgrad geht nichts. Klingenmühlen reichen für French Press, für Espresso brauchst du eine Scheiben- oder Kegelmühle. Eine Kaffeewaage mit 0,1 g Auflösung hilft, die Dosis stabil zu halten.

Faustregel: Jede neue Bohne braucht eine neue Mahlgrad-Justage. Röstung, Alter und Sorte verändern das Verhalten in der Maschine.

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