Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk?

Mahlen & Dosieren 5 Min Lesezeit

Beide Mahlwerk-Bauarten haben Stärken. Welche besser zu deinem Kaffee passt – und wann der Unterschied im Geschmack wirklich messbar wird.

Kegelmahlwerk Vs Scheibenmahlwerk

Zwei Bauarten, ein Ziel

Beide Mahlwerk-Typen zerkleinern Bohnen zwischen zwei Mahlflächen. Sie tun es nur unterschiedlich, was sich in Partikelverteilung, Wärmeentwicklung und Geschmack niederschlägt.

Kegelmahlwerk (conical)

Ein konischer Kegel rotiert in einem Hohlkonus. Vorteile:

  • Niedrigere Drehzahl, weniger Hitze – schont Aromen.
  • Effizient bei hohen Dosen.
  • Günstiger in der Herstellung, oft in Einsteiger- und Mittelklassemühlen.
  • Tendenziell mehr Feinanteil, was im Espresso für mehr Körper sorgt – aber auch für mehr Bittere bei zu feinem Mahlgrad.

Scheibenmahlwerk (flat burr)

Zwei flache, gegeneinander rotierende Scheiben. Vorteile:

  • Engere Partikelverteilung – klarere, transparente Tasse.
  • Bessere Trennung der Aromen, ideal für Specialty Filter und helle Röstungen.
  • Höherer Preis, mehr Energieaufnahme, lauter.

Welches passt wann?

  • Espresso, Milchgetränke, Vollautomat: Kegel ist robust und preiswert.
  • Specialty Filter, helle Röstungen, Wettbewerbe: Scheiben werden bevorzugt.
  • Klingenmühlen sind für ernsthaften Kaffee nicht geeignet – sie zerschlagen statt zu mahlen.

Praxis-Tipp

Wichtiger als die Bauart ist die Qualität und Größe des Mahlwerks. Eine 58-mm-Scheibe in einer Einsteigermühle kann schlechter sein als ein gut konstruiertes 38-mm-Kegelmahlwerk.

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