
Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk?
Beide Mahlwerk-Bauarten haben Stärken. Welche besser zu deinem Kaffee passt – und wann der Unterschied im Geschmack wirklich messbar wird.
Zwei Bauarten, ein Ziel
Beide Mahlwerk-Typen zerkleinern Bohnen zwischen zwei Mahlflächen. Sie tun es nur unterschiedlich, was sich in Partikelverteilung, Wärmeentwicklung und Geschmack niederschlägt.
Kegelmahlwerk (conical)
Ein konischer Kegel rotiert in einem Hohlkonus. Vorteile:
- Niedrigere Drehzahl, weniger Hitze – schont Aromen.
- Effizient bei hohen Dosen.
- Günstiger in der Herstellung, oft in Einsteiger- und Mittelklassemühlen.
- Tendenziell mehr Feinanteil, was im Espresso für mehr Körper sorgt – aber auch für mehr Bittere bei zu feinem Mahlgrad.
Scheibenmahlwerk (flat burr)
Zwei flache, gegeneinander rotierende Scheiben. Vorteile:
- Engere Partikelverteilung – klarere, transparente Tasse.
- Bessere Trennung der Aromen, ideal für Specialty Filter und helle Röstungen.
- Höherer Preis, mehr Energieaufnahme, lauter.
Welches passt wann?
- Espresso, Milchgetränke, Vollautomat: Kegel ist robust und preiswert.
- Specialty Filter, helle Röstungen, Wettbewerbe: Scheiben werden bevorzugt.
- Klingenmühlen sind für ernsthaften Kaffee nicht geeignet – sie zerschlagen statt zu mahlen.
Praxis-Tipp
Wichtiger als die Bauart ist die Qualität und Größe des Mahlwerks. Eine 58-mm-Scheibe in einer Einsteigermühle kann schlechter sein als ein gut konstruiertes 38-mm-Kegelmahlwerk.
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